Einerseits könnte ich mich freuen und wild durch die Gegend hüpfen, andererseits sollte man das alles doch vielleicht ernst nehmen: Da es zurzeit mehrer Verdachtsfälle von Schweine Grippe (Swine Flu) in meinem Schulbezirk gibt wurden die Schulen vorübergehend bis Montag zu Desinfektionszwecken geschlossen. Soll konkret heissen, dass ich keine Schule habe und mich an einem vier Tage Wochenende erfreuen kann.
Bei CNN und FOX bringen sie derweil ungefähr jede halbe Stunde neue „Breakink News“ über die Schweine Grippe und schieben dann immer noch gleich hinterher, dass man ja nicht Panik bekommen soll. Nachdem Werbeblock (soll der beruhigend wirken?) gibts dann ein Interview mit einem „Experten“ der hektisch herrunterrasselt das hier neue Dimensionen in Bezug auf Grippeviren erreicht seien. Mal wieder soll man nicht in Panik verfallen; nur mal ein bisschen häufiger die Hände waschen und vielleicht nicht jeden Fremden umarmem. Schwarzer Humor on We all gonna die! Schwarzer Humor aus
Bei mir in der Gastfamilie gibts jetzt die „Regel“ sich immer schön die Hände zu waschen. Am besten jede Stunde und cirka 20 Sekunden lang. Das tötet die bösen Bakterien.
Ob das was bringt? Weiss ich nicht, vielleicht der Psyche. Aber die Experten habens ja gesagt …
Sonst ist alles wie immer: toll. Ich hab Spass und erfreue mich am schönen Wetter. Es sind (leider) nur noch eineinhalb Monate übrig bis es endgültig zurück ins good old Berlin geht.
Nach langer, langer Zeit schreib ich mal wieder.
Die letzten Wochen sind noch schneller vergangen als die vorherigen. Inzwischen bleiben mir nur noch rund zwei Monate in den USA, davon einen Monat Schule und der rest als Ferien mit meinen Eltern mit denen ich im Juni nach New York City, Washington, Philadelphia und an die Eastcoast fahre. Und dann gehts wieder zurück nach good old Berlin.
Die meiste Zeit habe ich in den letzten Wochen mit meinen Freunden und mit dem Fussball Team meiner High School verbracht. Die season ist jetzt allerdings nach drei Monaten aber schon wieder vorüber und unsere Erfolge können sich sehen lassen. Wir haben von unseren regulären Spielen neun gewonnen, drei verloren und haben einmal unentschieden gespielt. Damit sind wir eins der besten Teams in unserem Bereich und können stolz auf uns sein. Mit zwei Toren habe ich da auch ein bisschen was beigetragen.
Heute abend habe ich die neuste Produktion von der Theater Gruppe an meiner High School gesehen und bin mal wieder schwer beeindruckt. Es gibt hier generell immer nur Musicals, die aber sehr professionell gesungen und geschauspielert werden. Von der Licht- und Soundtechnik und dem sehr gut ausgestatteten Schulauditorium mal ganz zu schweigen.
Zur Einstimmung habe ich mal ein Video von You Tube von der grossen Produktion vom letzten Schuljahr rausgesucht: Les Misérables:
Und wir gerade so schön dabei sind gibt es noch gleich ein Video zum Schulsport dazu. Auch ein Ausschnitt aus dem Senior Film (Abi Film) des letzten Jahrganges 2008:
(Am besten in Hoher Qualität (HQ) anschauen)
Und für diejenigen, die schon immer mal ein bisschen vom Innern der Schule sehen wollten, gibt es hier noch ein Einführungsvideo zu Huntsville High School:
Nach rund einem Monat gibt es jetzt mal wieder einen neuen Eintrag von mir. Die letzten Wochen war ich einfach zu faul hatte ich zu viel Stress in Schule und Umgebung um etwas zu schreiben. Außerdem wollte ich mal ein schönes, dickes Packet an Neuigkeiten präsentieren können. Los jehts…
Das neue Semester hat einige Änderungen für mich und meinen Stundeplan hervorgebracht. Wie schon merhmals erwähnt habe ich jetzt Drivers Education (aka Simon macht den Führerschein) und außerdem Soccer (alias Simon spielt jetzt in der Schulmannschaft). Wobei dann auch Letzteres zurzeit die meiste Zeit in Anspruch nimmt, da ich jeden Tag Training habe und auch die ersten Spiele anstehen. Freut mich alles auf jeden Fall sehr und zeigt auch, dass sich das Geschwitze beim Konditionstraining gelohnt hat.
Letzte Woche war ich für zwei Tage in Atlanta um im Rahmen eines sogenannten MidTerm Meetings andere Stipendiaten zu treffen. Da ich der einzige Austauschschüler mit einem Stipendium in Alabama bin (jedenfalls von meiner Amerikanischen Orga) bin ich mit meinem local coordinator nach Atlanta gezuckelt. Ist ja nur drei Stunden Autofahrt entfernt. Jedenfalls habe ich dann ganz viele Austauschschüler aus aller Welt getroffen, darunter auch einige bekannte Gesichter aus Deutschland. Noch nen bisschen Sightseeing und so dazu. War toll.
Ich hab da auch so ein bisschen mit einer kleinen Videokamera aufgenommen, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Ein ganz einfaches Point & Shoot Ding, aber für sowas ganz gut. Mal sehen ob ich dazu komme, das mal zusammen zu schneiden und online zu stellen.
Bis dahin alles Gute und ein Verspätetes Frohes Neues!
Nach sehr langer Zeit gibt es mal wieder ein bisschen Geschreibsel von mir. Eigentlich mache ich das nur um diesen tollen touchpad Laptop von meinem Gastvater mal auszuprobieren. Ist ein supertolles Spielzeug, bei dem man den Bildschirm hin und her drehen/klappen kann.
Aber genug der Schwaermerei, kommen wir zum harten, reelen Leben.
Dem gehts – wie immer – super. Schliesslich sind ja jetzt Ferien und Weihnachten steht vor der Tuer. Jaa! Geschenke, Geschenke!
Gestern waren wir (meine Gastfamilie und ich) einen Weihnachtsbaum kaufen. Und mit einem Weihnachtsbaum meine ich auch einen richtigen Baum und nicht so einen kleinen nadligen Busch wie wir in bei mir zu Hause in Deutschland sonst immer haben/hatten.
Zusammengefasst lief das dann in etwa so ab: Alle in den grossen Family-Van, ab zur Plantage, den passenden Baum finden, den Baum faellen, aufs Auto packen, nach Hause fahren, Baum wieder runter holen, im Wohnzimmer aufrichten und nun hoffen dass er nicht mehr umfaellt, dass ist uns namlich fast ein paar Mal waehrend des Aufstellens passiert.
ln der letzten Schulwoche hatten wir in jedem Fach eine Art Semesterabschlussarbeit. Die sind bei mir ganz gut verlaufen, sodass ich mir keine Sorgen um meine Noten machen muss.
lm naechsten Semester werde ich ausserdem „Drivers Education“ als Kurs belegen und hoffentlich meinen Fuehrerschein hier machen. Meine vorlaufige Fahrerlaubnis habe ich schliesslich schon seit letztem Montag.
Bis dahin: Merry Christmas!
Heute Nacht ist mir etwas sehr komisches und irgendwie auch lustiges passiert. Ich fands so merkwuerdig, dass ich jetzt mal was drueber schreibe. Gibts ja sonst nochts…
Eigentlich ist es ganz kurz erzaehlt: Ich bin aufgestanden, habe mich geduscht und meine Sachen fuer die Schule zusammengesucht. Dann ging ich in die Kueche und wollte mir mein allmorgendliches Muesli in den Magen stopfen. Allerdings war irgendwie noch niemand auuser mir da und auch die Lichter waren aus. Dies hat mich aber nicht gestoert, sodass ich mir mein Frueschtueck gemacht habe und am grossen Tisch sass und vor mich hinmampfte. Waehrend ich also so esse, lasse ich mein Blick durch den Raum schweifen und bleibe an der Uhr haengen.
Sie zeigt 1:00 am.
Ich schaue noch mal hin. Die Uhr zeigt immer noch Ein Uhr in der frueh an.
In diesem Moment bemerke ich, dass es noch aussergewoenlich dunkel draussen ist und verstehe, wieso ich der Einzige bin, der schon aufgestanden ist.
Wer steht schon um Ein Uhr morgens auf und denkt, dass es sieben in der frueh ist. Das kann ja nur mir passieren!
Jedenfalls bin ich dann wieder ins Bett gestiegen und habe sechs Stunden geschlafen bis es wirklich Zeit war aufzustehen.
Alles in allem eine sehr merkwuerige Nacht… sowas ist mir noch nie passiert und mir ist schon viel komisches passiert!
Lange, lange ist’s her seit meinem letzten Rumgeschreibe. Das hatte aber einen ganz einfachen Grund: Es gab nicht wirklich viel zu berichten. Mag etwas komisch klingen, aber man kann ja nicht immer schreiben, das man Tag zu Tag in die Schule geht und sich nicht wirklich viel neues ereignet.
Dafür gibts heute mal wieder was neues von mir, schließlich war ja gestern Thanksgiving. Kurz und knackig beschrieben: Essen, Essen, Family, Essen, Essen, Family!
Die lange Version würde folgenden Bericht beinhalten: Thanksgiving ist eines dieser typisch amerikanischen Feste, die man einfach mal miterleben sollte. Für alle die denken, dass Thanksgiving „so was ähnliches ist wie Erntedank“ (wie zum Beispiel die verehrten Eltern) sei dieser Artikel empfohlen. Wir hatten für diese Woche deshalb auch nur am Montag und Dienstag Schule um das Fest mit der Family zu geniessen. Auf jeden Fall gab es an meinem ersten Thanksgiving ein riesiges Essen mit Truthahn und anderen sehr köstlichen Sachen, an dem sehr viele Verwandte teilgenommen haben. Insgesamt waren wir so um die 20 Leute, die schon Nachmittags um Vier angefangen haben zu Essen und nett zu Quatschen. Ich habe mal wieder Leute aus der Family kennengelernt, die ich noch gar nicht kannte, was mir mal wieder bestätigt hat, dass ich in einer sehr großen Family bin. Nach einigen Stunden kam dann die Zeit des Anekdoten Erzählens. Jeder hat mehrere lustige Geschichten zum Besten gegeben; die Eltern über ihre Kinder als sie kleiner waren und dieselben über ihre Eltern. Das war auf jeden Fall sehr erfrischend und Lachmuskel-anregend (tolles Wort :-p).
Am Abend habe ich dann noch mit eigenen Cousins den neuen James Bond gesehen. Ich fand ihn nicht so besonders, da die Geschichte nicht so dolle war und die Kameraschnitte einfach zu schnell erfolgt sind. Wirklich spannend wars auch nicht, halt eher so ein „Abends gelangweilt mit Chips vorm Fernseher sitzen“ Film. Vielleicht lag das aber auch daran, dass wir in der vierten Reihe saßen und ich meinen Kopf immer wenden musste um die ganze Leinwand zu sehen. In dem Kino gabs auch keine Sitzvorschreibungen und andere dämliche Sachen wie ein „Logen“ Zuschlag. Außerdem habe ich auch noch nie Werbung vor den Filmen im Kino gesehen, nur tausende Previews, die natürlich auch wieder eine Art Werbung darstellen. Das kann aber auch daran liegen, dass ich bei all meinen Kinobesuchen etwas zu spät im Saal war.
Heute Abend gab es dann auch noch mal ein nettes Zusammenkommen mit der Family und einem sehr schönen Essen mit wiederum Anekdoten-Erzählen und Lachen. Um dann die ganzen erworbenen Kalorien wieder los zu werden, startet nächste Woche der Fussball Kurs an meiner Schule.
Mal sehen in welches Team ich es schaffe (Auswahl, Normales Team oder gar keins).
Normal oder auch Alltag könnte man den aktuellen Zustand hier beschreiben. Ich bin jetzt schon über drei Monate in den USA und es wird immer mehr alles unspektakulärer und alltäglicher. Es passieren zwar immer noch viele Dinge, die mich verwundern, erfreuen oder sonstewas, aber im generellen bin ich jetzt angekommen.
Auf meinem Vorbereitungsseminar in Deutschland wurde oftmals von der Drei-Monats Grenze erzählt. Alles soll einfacher sein nach dieser magischen Grenze: die Schule, die Kommunikation, das Zusammenleben und das Träumen soll auch öfters auf Englisch erfolgen. Den ersten Punkten kann ich dabei auf jeden Fall zustimmen, allerdings träume ich noch nicht wirklich auf Englisch. Oder vielleicht doch? Ich „erwische“ mich jedenfalls manchmal in Träumen beim Englisch Sprechen und auch im Wachzustand denke ich über so manches auf Englisch nach.
Als am Wochenende ein anderer deutscher Austauschschüler bei mir zu Gast war, haben wir die ganze Zeit auf Englisch geredet, da wir nach einer Minute Deutsch-Reden am Anfang gemerkt hatten, das man beim erzwungenen Englisch Reden mit der Family wieder ganz aus dem Trott ist.
Aber eigentlich habe ich das nur geschrieben um euch nicht einfach so einen Link hindrücken zu müssen. Ich habe es jetzt nämlich endlich geschafft ein paar dutzend Bilderchen online zu stellen: Klickste Hier.
Friede, Freude, Eierkuchen für alle und wer persöhnlichere Bilder will, hat entweder schon die passenden Links bekommen oder meldet sich schleunigst bei mir über das Kontakt Formular.
Jaa, jetzt ist der ganze Zirkus bald vorüber. Obwohl, vielleicht fängt er ja gerade erst so richtig an? Wer weiß was alles morgen passieren wird, bei den Wahlen. Vielleicht gibts ja noch die ein oder andere Überraschung, ein Skandal oder langwierige Gerichtsprozesse als Folge der Ergebnisse. Wer weiß?
Vielleicht die allseits beliebten Statistiken, die man sich hier oder auch dort anschauen kann. Auch im Hause meiner Family werden die Statistiken gewälzt und ausgiebig studiert, sowie diskutiert. Da wird jede kleinste Veränderung in den wichtigen Swing States zur Kenntnis genommen und ausgewertet. So bin ich also immmer gut informiert und lasse mir immer alles ganz brav erklären und erläutern. Diese Statistiken sind aber auch ne Sache für sich… . Wer weiß, vielleicht spielt der Bradley Effekt ja doch eine Rolle.
Aber zurück zu mir und meinem Leben, dem wichtigsten aller Themen. Am Donnerstag hatte mein Politik Kurs die schon länger angekündigte Debatte mit Lou Dobbs von CNN zusammen mit ein paar anderen High Schools aus dem ganzen Land. Die Videokonferenz war dann allerdings nicht so, wie wir als Kurs uns die vorgestellt hatten. Wir hatten die Möglichkeit Lou Dobbs Fragen zu den Wahlen und den Themen zu stellen, wobei wir dachten, dass ihn vielleicht interessieren würde, was die Jugend von Heute aus verschiedenen Landesteilen so denkt. Naja, dafür weiß ich jetzt, dass Lou Dobbs sich als „independent populist“ beschreibt, was immer dass auch heißen mag.
Zu guter Letzt: Für alle Leser, die immer noch nicht verstanden haben, wie das mit den Wahlen in den USA funktioniert, sei dieses Video empfohlen:
… Hatte ich ja vor einigen Tagen, und wers noch nicht mitbekommen hat und sich bei mir entschuldigen möchte, kann mir ja eines von diesen T-Shirts bestellen und in die USA schickenT-Shirts bestellen, an sich die Rechnung schicken und sich über niedrige Versandkosten freuen, da die Kleidung gleich in den USA bedruckt wird. Die Adresse, sowie vorherige Absprachen (Größen, Wunschmotiv) gibts an der gewohnten Stelle zu erfragen.
Allerdings würde ich euch nicht empfehlen mit DHL eure Pakete zu versenden, diese kommen nämlich (vielleicht) gar nicht an, oder erst im Jahre 2050. Da brauche ich dann aber glaub ich auch keine Geschenke von meinem 17. Geburtstag mehr. Apropos Geschenke: Vielen Dank an all‘ die fleißigen Sender und Anrufer. Eure geschickten Süßigkeiten sind sehr gut angekommen (bei mir und meiner Family), auch wenn das original deutsche Schwarzbrot zu einigen Strinrunzeln geführt hat. Auch von meiner Hostfamily wurde ich reich beschenkt, und zwar mit soviel coolen Sachen, dass ich diese erst gar nicht aufzähle um nicht irgendjemanden neidisch zu machen. Aufjedenfall habe ich noch nie in meinem Leben so oft „Thank you very much“ gesagt.
In der Schule wurde auch schön fleißig gesungen und beglückwünscht, wobei ich immer gefragt wurde was „wir“ denn in Deutschland singen würden. Die Antwort, dass wir genau das gleiche Lied singen hat sie dann doch schon ganz schön verblüfft.
Von den großen Feierlichkeiten in den USA wurden auch ein paar Photos geschossen, die ich bald rumschicke, wenn ich die Homecoming Bilder habe.